Bad Wildungen(pm). Auf das erfolgreiche erste Semester folgt nun die zweite Vorlesungsreihe zur Seniorenuniversität in Bad Wildungen, die traditionell dienstags um 14.30 Uhr im Quellensaal der Wandelhalle stattfindet und vom Seniorenbeirat der Stadt sowie von der Volkshochschule Bad Wildungen organisiert wird. Den Anfang macht am kommenden Dienstag, 3. September, Dr. Daniel Wolf, der im letzten Jahr mit den Städtischen Museen Bad Wildungen die beliebte Ausstellung „Kurioses Sammeln“ kuratierte. Er ist promovierter Kunstwissenschaftlicher, wirkte bereits in zahlreichen Archiven und Depots und betreut zusammen mit seiner Frau Sarah die „Wunderkammer“ in Hann. Münden. In seinem Vortrag gibt Dr. Wolf spannende Einblicke in die Museumsarbeit und verdeutlicht, wie wichtig es ist, die meist vernachlässigten Objekte in den Depots zu pflegen und zu restaurieren.
Am 17. September folgt Dr. Jürgen Römer. Er ist Historiker mit den Schwerpunkten mittelalterliche und frühneuzeitliche Geschichte. Neben Lehrtätigkeiten an mehreren deutschen Universitäten veröffentlichte Dr. Römer bereits eine Vielzahl an Publikationen. Seit 2012 ist er als Fachdienstleiter für Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis Waldeck-Frankenberg tätig. Er berichtet über seine Reise nach Armenien und erinnert dabei auch an prägende Ereignisse der Landesgeschichte, darunter der Völkermord an den Armeniern 1915-16 oder die jüngsten Ereignisse in Berg Karabach.
240409 Flyer Seniorenuniversität BW
Anja Meier-Schirra dürfte vielen Bad Wildungern bekannt sein. Sie ist die Vorsitzende des Kunstraum Bad Wildungen e.V. und hat im Stadtbild bereits zahlreiche Mosaike gestaltet und ausgeführt. In einem ausführlichen Bildervortrag gibt Meier-Schirra am 8. Oktober zunächst einen historischen Einblick in die Mosaikkunst, die sich über die Jahrtausende hinweg entwickelt hat. Darüber hinaus stellt sie ihre Arbeiten aus den letzten 25 Jahren ihrer Tätigkeit als Mosaikkünstlerin vor. Zur Abschlussveranstaltung des zweiten Semesters 2024 konnte Dr. Phil. Kristine von Soden gewonnen werden. Als Feature-Autorin des NDR und DLF sowie als Dozentin an der Hamburger Universität beschäftigte sie sich viele Jahre mit jüdischen Biografien und Schiffswegen ab 1933 ins Exil und veröffentlichte hierzu bereits zahlreiche Publikationen. Am 10. Dezember präsentiert sie ihr aktuelles Buch „Der Wind, der die Hakenkreuzfahne bläht, weiß nichts von ihr… Zur Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee“ und berichtet mit ausgewählten Tagebucheinträgen und Briefen von Betroffenen über den „Bäder-Antisemitismus“, der schon vor 1933 deutlich zu spüren war. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht nötig.





